P-51 Dragon Fighter

Originaltitel: P-51 Dragon Fighter

Land:             USA

Jahr:              2014

FSK:               18

 

Spaß:       2 von 5                Niveau:          2 von 5

 

Trash:      3 von 5                Gewalt:          3 von 5

 

II. Weltkrieg, Afrikafeldzug. An sich wären die alliierten Streitkräfte überlegen, aber die Deutschen spielen nicht ganz fair. Nein, nicht die üblichen unfairen Naziverbrechen (also die vermutlich auch, aber das ist nicht das Thema des Films). Nein, Rommel hat sich mächtige Verbündete gesucht: Drachen. Irgendwo in der Wüste haben seine Leute vor einiger Zeit Dracheneier gefunden und ausgebrütet. Mit der Hilfe von ein paar Telepatenhexen kontrollieren sie nun die Feuer speienden Flugechsen und schicken sie in den Kampf gegen feindliche Flugzeuge und Panzer.

Mit der Lösung des Problems wird ein Pilot, dem man die Fluglizenz entzogen hat und der an einem nicht unerheblichen Alkoholproblem leidet, beauftragt. Er soll ein Team anführen (ohne selbst fliegen zu dürfen), das die Drachen besiegt. Der erste Luftkampf verläuft teilweise erfolgreich. Ein Drache wird abgeschossen. Der eine oder andere Flieger geht jedoch ebenfalls in Flammen auf. Bei der Bergung des toten Drachen gerät das Team in eine deutsche Falle und wird schnurstracks zu Rommel persönlich gebracht, der ihnen wertvolle Tipps zu den Drachen gibt, bevor sie wieder freigelassen werden. (Fragt nicht mich, fragt die Leute, die sich das ausgedacht haben)

Um die unterirdische Drachenausbrüteeinrichtung zu zerstören, wird ein kombinierter Angriff angesetzt. Während ein Bodenteam in die Einrichtung eindringt und die Lucken aufmacht, kommen die Flieger und werfen ihre Bomben hinein. Dass das Bodenteam nicht gleich selbst den ganzen Laden in de Luft sprengt erklärt sich vermutlich durch den Umstand, dass es dann keinen so coolen Luftkampf mehr zwischen Flugzeugen und Drachen gegeben hätte. Ärgerlicherweise fangen die Drachen zunächst die Bomben aus der Luft ab. Um dem Ganzen auch noch die Krone aufzusetzen taucht auch noch ein Drachenmännchen auf. Das Männchen ist nicht nur größer und hat ein Hakenkreuz auf den Flügeln. Nein, es ist auch fieser und völlig unkontrollierbar. Auch die Nazis können es nicht kontrollieren und haben es vorher noch nie zu Gesicht bekommen. Trotzdem hat es ein Hakenkreuz auf dem Flügel und kämpft sofort gegen die alliierten Flugzeuge. Durch einen gezielten Flug ins Drachenmaul kann es aber ausgeschaltet werden. Der finale Bombenabwurf zerstört das Nest und alle Alliierten freuen sich. Rommel vermutlich nicht, aber was der jetzt tut erfährt man nicht mehr.


Als Macher von B-Movies hat man einfach ein Problem: Alle Themen sind mittlerweile ausgelutscht. Zombies, Ninjas und was weiß ich alles hat man schon tausendmal gesehen. Also kombiniert man (nicht erst seit vorgestern) die klassischen B‑Movie-Themen mit Nazis. Insbesondere Nazizombies hat man mittlerweile aber auch schon bis zum Abwinken durchexerziert. Deswegen braucht man eben etwas ganz neues. Das Ergebnis, sind dann eben Nazidrachen. Schön, man kann darüber streiten, ob es geistreich ist, aber immerhin reicht das Thema, um B‑Movie-Fans vor den Bildschirm zu locken.

Neben einem typischen B‑Movie-Thema hat der Film auch sonst einiges an B-Movie zu bieten. Schauspieler, Drehbuch Requisiten und Animationen haben offensichtlich alle nicht viel gekostet. Wenn die Piloten in ihren Flugzeugen sitzen, dann sieht man immer nur einen so kleinen Oberkörperausschnitt, dass nicht auffällt, dass man sie zum Dreh nicht einmal in die Attrappe eines Flugzeugcockpits gesetzt hat. Für Freunde von Low-Budget-Produktionen durchaus zu empfehlen.


Quelle für die oben genannten Basisinformationen: ofdb (Stand: 26.9.2015)

 

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