Yeti - Das Schneemonster

Originaltitel: Yeti: Curse of the Snow Demon

Land:             Kanada / USA

Jahr:              2008

FSK:               16

 

Spaß:       3 von 5                Niveau:          2 von 5

 

Trash:      3 von 5                Gewalt:          2 von 5

 

Ein Footballteam sitzt gerade im Flugzeug nach Japan. Der Weg von Amerika dahin führt sie über den Himalaja. Die Geographie dahinter erschließt sich mir nicht völlig, aber das ist hier sicher nebensächlich. Jedenfalls stürzt das Flugzeug irgendwo im Grenzgebiet von Nepal und Tibet ab. Es wird zwar sofort ein Suchtrupp losgeschickt, aber der besteht nur aus zwei Leuten, die zu Fuß ein riesiges Gebiet durchkämen müssen. Die Helfer finden die Absturzopfer zwar tatsächlich, aber das dauert eine Weile und bis sie sie tatsächlich erreichen vergehen insgesamt fünf Tage. Die Absturzopfer sind also erstmal auf sich gestellt. Das Bordfunkgerät ist defekt und das Ersatzgerät im Heck des Flugzeugs. Problem bei der Sache: Das Heck liegt etwa fünf Meilen von ihnen entfernt. Zwei werden deshalb losgeschickt, um das Funkgerät zu holen. Kaum haben sie es gefunden, finden sie gleich noch etwas: Eine Hölle und in der lebt – wie der Titel des Films bereits vermuten lässt – der Yeti. Allzeit hungrig verputzt der erstmal einen der beiden, während der andere verletzt versucht zu seiner Gruppe zurückzukehren. Da das etliche Tage dauert, sind die anderen erstmal ahnungslos und beschäftigen sich mit den Fragen des Überlebens in den verschneiten Bergen des Himalaja. Bei der Nahrungssuche sind sie gar nicht mal so unerfolgreich, denn sie fangen tatsächlich recht schnell einen Hasen. Der wird gegrillt, auch wenn unerklärlicherweise am Spieß dann ein Hähnchen zu finden ist. (Einen gewissen Sinn für Ironie beweisen die Macher dann doch, wenn sie einen der Abgestürzten den Duft des gebratenen „Hasen“ mit den Worten kommentieren lassen: „Riecht irgendwie wie Hühnchen.“) Aus nicht weiter erläuterten Gründen beschließen sie aber die Jagd nicht weiter fortzusetzen. Vielleicht hat die Hase/Huhn-Geschichte sie einfach zu sehr verwirrt. Stattdessen kommen einige darauf, sich dem Kannibalismus zuzuwenden und die Toten zu essen (Klar, nach etwa drei Tagen beginnt der Mensch bekanntlich an Hunger zu sterben und Jagd ist schließlich auch nicht möglich). Über die Frage entbrennt zunächst heftiger Streit, aber schließlich entschließen sie sich doch dazu ihre Teamkollegen zu verspeisen. Kaum haben sie damit begonnen, kommt jemand anderes auf die Idee die Überlebenden zu verspeisen. Der Yeti taucht auf und tut was man von ihm erwartet. Schließlich legt er sich eine der Frauen über den Arm und nimmt sie mit in seine Hölle. Zusammen mit dem mittlerweile aufgetauchten zweiköpfigen Rettungsteam beschließen sie, die Entführte zu retten. Das gelingt, die Yetis sind beide tot und die Gruppe macht sich auf den Heimweg. Nach etwa einem Tag steht einer der Yetis, völlig unverletzt, wieder auf (Überraschung!) und macht seinen Job als Yeti. Nachdem die beiden Retter und endlich auch der unsympathische Querschläger der Gruppe tot sind, gelingt es ihnen den Yeti über einen Abgrund zu stoßen und alles ist gut. Jetzt nehmen sie einfach das Funkgerät eines der Helfer, rufen einen Hubschrauber und dieser ist binnen weniger Minuten da. Das den vorher keiner gerufen hat ist natürlich völlig logisch: Sonst wäre der Film ja viel zu früh zu Ende gewesen.

Weitgehend klassischer Horrorfilm, der allerdings über weite Stellen kaum Horrorelemente enthält, dafür aber viele logische Fehler. Gefüllt ist er stattdessen mit dem Überlebenskampf der Absturzopfer und deren moralischem Dilemma im Angesicht der Kannibalismussdiskussion gefüllt. Leider sind beide Teile wenig beeindruckend gemacht. Weder ist der Überlebenskampf wirklich spannend dargestellt, noch wird über die Frage des Essens von Menschenfleisch zur Rettung des eigenen Lebens eine wirklich tiefgehende Diskussion entfacht. Schade eigentlich.

 

Quelle für die oben genannten Basisinformationen: wikipedia/de (Stand: 7.10.2014)

 

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