Shock Waves -  Die aus der Tiefe kamen

Originaltitel: Shock Waves 1

Land:             USA

Jahr:              1977

FSK:               16

 

Spaß:       2 von 5               Niveau:           1 von 5

 

Trash:      4 von 5               Gewalt:           2 von 5

 

Ein kleines Schiffchen mit einer dreiköpfigen Crew schippert mit zwei Paaren an Bord auf einer ziemlich erbärmlichen Kreuzfahrt übers Meer. Um die Stimmung noch weiter negativ zu beeinflussen gibt es auch noch ein Seebeben, wodurch das Boot kurzzeitig etwas schwankt. Das war es auch schon, aber es reicht um die Choleriker an Bord in Rage zu bringen. Zu allem Überfluss verfinstert sich auch noch die Sonne und der Motor macht zusätzlich irgendwelche Probleme. Nachdem man dann mitten in der Nacht ein Geisterschiff gerammt hat, liegt man schließlich auf einer Schlammbank auf Grund. Glücklicherweise befindet sich eine Insel in unmittelbarer Nähe, obwohl man bei dieser Insel vermutlich lieber nicht von „glücklicherweise“ sprechen sollte. Schließlich ist der Kapitän schon tot bevor man die Insel auch nur richtig betreten hat.

Auf den ersten Blick sieht die Insel unbewohnt aus, doch beim Klettern auf Palmen zeigt sich bald, dass ein riesiges Haus darauf steht. Dieses entpuppt sich bei näherer Betrachtung als verlassenes Hotel. Nach einigem herumsuchen taucht endlich der einzige Bewohner der Insel auf und fordert die verbliebenen Schiffbrüchigen auf sofort zu verschwinden, da sie sich in großer Gefahr befänden. Die Motivation zur Schiffreparatur ist bei diesen hingegen nur bescheiden ausgeprägt, so dass sie erst einmal über Nacht bleiben.

Im Laufe der Zeit kommt es zu einer zunehmenden Anzahl merkwürdiger Vorfälle. Einen vorläufigen Höhepunkt finden diese in einem Angriff auf einen der Gestrandeten. Der überlebt den Angriff und kann einem der Angreifer sogar ein Stück seiner Kleidung entreißen. Das Stück ist winzig klein, aber es ist genau das entscheidende Stück: Die SS-Rune von der Uniform.

Ab jetzt kommt es zu gehäuften Sichtungen von Nazi-Zombies. Zur Rede gestellt, gibt der Eremit endlich alles zu. Während des Krieges war die deutsche Forschung haushoch überlegen (sogar der modernen, was hier die 1970er Jahre meint). Darum hat man diese Überlegenheit genutzt und Supersoldaten gezüchtet. Ärgerlich an der Geschichte war nur, dass deren Tötungsdrang außer Kontrolle geriet. Am Ende des Krieges wurde der Kommandant schließlich mit seinem SS‑Todesbatalion auf eine einsame, auf keiner Karte verzeichnete Insel geschickt, um zu verhindern, dass sie dem Feind in die Hände fallen. Irgendwie wurden die Supersoldaten in einen Dauerschlaf versetzt. Durch das Erdbeben sind sie jedoch erwacht und als Zombies aus dem Meer gestiegen.

Da die Begegnung mit Nazi-Zombies für den außenstehenden Betrachter in der Regel zwar recht witzig, für die unmittelbar Beteiligten hingegen eher unerfreulich ist, eskaliert die Lage bald. Die Zahl der Nicht-Untoten sinkt immer weiter bis schließlich nur noch eine einzige Frau übrig bleibt, die in einem winzigen Boot aufs Meer hinaus fliehen kann.

 

Nazi Zombies. Was für ein herrliches, viel bearbeitetes Motiv und hier haben wir es quasi mit der Mutter aller Nazizombiefilme zu tun. Leider ist Shock Waves aber trotzdem weder witzig noch horrormäßig ergiebig. Im Grunde genommen ist das Ganze einfach nur Trash. Insofern war es schon eine durchaus würdige Wahl Shock Waves als Eröffnungsfilm beim B-Movie-Festival 2015 in Nürnberg zu zeigen.

Leider macht es aber auch als eingefleischter Trashfan nicht überragend viel Spaß sich das anzusehen. Es ist schon irgendwie ganz witzig, aber wirklich vom Hocker gerissen hat es mich nicht.

1 Im deutschen ist der Film auch bekannt als Die Schreckensmacht der Zombies und Zombies – Die aus der Tiefe kamen.

 

Quelle für die oben genannten Basisinformationen: wikipedia/de (Stand: 15.5.2015)

 

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