Avatar of Mars

Originaltitel: Princess of Mars

Land:             USA

Jahr:              2009

FSK:               16

 

Spaß:       2 von 5                Niveau:          1 von 5

 

Trash:      3 von 5                Gewalt:          2 von 5

 

John Carter ist ein Einzelkämpfer. Als Soldat in Afghanistan wird er so schwer verletzt, dass man ihn eigentlich nicht mehr retten kann. Seine Vorgesetzten haben aber einen 16 Gigabyte USB‑Stick auf dem sie seinen kompletten Körper, Atom für Atom, abgespeichert haben (Wer im Chemieunterricht aufgepasst hat, der sollte wissen, dass die Datenmenge optimistisch betrachtet gerade mal für etwa ein Picomol, d.h. ein tausendstel Nanomol, ausreicht und irgendwie sieht der Typ aus als würde er aus mehr als nur einer einzigen Zelle bestehen – die für diese Datenmenge immer noch zu groß wäre). Jedenfalls hat man nicht nur diese Daten, sondern auch eine Teleportationstechnologie und beamt den guten John, ohne ihn fragen, auf den Mars. Das ist aber nicht unser Nachbarplanet, sondern Mars 216, der erst im Nachbarsonnensystem zu finden ist. Dort leben zwei intelligente Spezies: Menschen und fies aussehende Echsenmenschen. Die Menschen betreiben dort die königliche Pumpe. Die sorgt dafür, dass die Atomsphäre des Planenten nicht binnen weniger Stunden verschwindet. Die Echsenmenschen halten das allerdings nur für ein Ammenmärchen, das die Menschen erfunden haben, um sie zu unterdrücken.

In diesen schwellenden Konflikt gerät der nackte John mitten hinein. Warum er nackt dorthin gebeamt wird ist mir nicht klar. Vielleicht hat man sich vom Terminator inspirieren lassen. Möglicherweise war der USB-Stick aber schon voll und man konnte seine Kleider deshalb nicht mit abspeichern. Jedenfalls dient er sich – dank  der Superkräfte, die man ihm vor dem Beamen anscheinende verliehen hat – schnell im Heer der Echsenmenschen hoch. Um sie vor den Echsenmenschen zu retten nimmt er die Prinzessin der Menschen gefangen und übergibt sie diesen (Den Sinn habe ich auch nicht ganz verstanden). Sie verliebt sich natürlich unverzüglich und unsterblich in ihn. Der Herrscher der Echsenmenschen ist dummerweise nur ein übel gelaunter Tyrann. Als Folge findet sich John in der Arena wieder und die Prinzessin in einer Art Harem.

Zwischenzeitig stellt sich außerdem noch heraus, dass das US‑Militär nicht nur John auf den Mars gebeamt hat. Nein, um die ganze Sache zu überwachen, haben sie noch einen Spion mitgeschickt. Sinnvollerweise haben sie dazu einen afghanischen Opiumhändler verwendet (warum auch nicht?). Der ist aus einem unerfindlichen Grund nur eher zweitrangig daran interessiert, dem US-Militär zuzuarbeiten. Stattdessen versucht er die Herrschaft über den Mars an sich zu reißen. Die Abschaltung der königlichen Pumpe bietet sich hierfür natürlich hervorragend als Druckmittel an. Wie es ausgeht kann man sich wahrscheinlich denken. Ich verrate es jetzt mal nicht.

 

Als 20th Century Fox  gerade Avatar – Aufbrauch nach Pandora herausbrachte, da brachte The Asylum nahezu zeitgleich Avatar of Mars heraus. Ein Mockbuster, der nicht nur in der technischen Umsetzung geringfügig hinter dem Original zurückbleibt. Zwischendrin denkt man sich, dass die Handlung für einen B‑Film tatsächlich recht komplex ist. Schließlich muss man aber immer wieder feststellen, dass es dann doch keinen Sinn ergibt oder die potentiell interessanten Handlungsstränge einfach abreißen beziehungsweise die interessanten Charaktere nicht weiter ausgebaut werden. Ich habe schon erheblich schlechtere Filme gesehen. Nichtsdestotrotz ist dieser Film ziemlicher Schrott. Aber was soll’s? Genau deshalb sieht man sich ja Filme von The Asylum an und genau aus diesem Grund werden diese Filme auch gedreht.

 

 

Quelle für oben genannten Basisinformationen: ofdb (Stand: 25.6.2016)