Godzillas Todespranke

Originaltitel: Taekoesu Yonggary *

Land:             Südkorea

Jahr:              1967

FSK:               12

 

Spaß:       1 von 5                Niveau:          0 von 5

 

Trash:      4 von 5                Gewalt:          1 von 5

 

Ein Testbombenabwurf löst ein Erdbeben aus, aber dieses Erdbeben ist kein gewöhnliches Erdbeben. Es bewegt sich und es bewegt sich direkt auf Seoul zu. Die Experten sind natürlich völlig ratlos und rufen darum japanische Experten zur Hilfe. Doch bevor die eintreffen klärt sich die ganze Sache schon auf, denn aus einer Erdspalte steigt Yonggary (nicht Godzilla). Das Monster hat anders als sein japanischer Vetter keinen Heißhunger auf Radioaktivität, sondern auf Öl. Er teilt aber dessen Vorliebe für das zertrampeln asiatischer Großstädte. Die Armee tut natürlich was die Armee in solchen Fällen immer tut und hat damit auch so viel Erfolg wie es in Monsterfilmen üblich ist. Glücklicherweise gibt es aber auch immer einzelne unabhängige Wissenschaftlicher, die irgendwie dann doch wieder hervorragende Kontakte zum Militär haben. So kommt irgendein komischer Wissenschaftler auf völlig unerklärliche Weise darauf, dass Ammoniak das Monster unschädlich machen kann. Vom Hubschrauber aus (wo auch immer er den her hat) verstreut er das Pulver (ja, in diesem Film ist Ammoniak scheinbar ein Pulver). Yonggary fällt prompt um, aber dummerweise wurde er fast zeitlich auch von Raketen getroffen. Die Energie der Raketen hat er natürlich absorbiert und deswegen die chemische Attacke überlebt. Was soll’s. Macht man das gleiche halt noch mal. Auch dieses Mal wurde das Monster unmittelbar zuvor vom Militär angegriffen, aber das macht jetzt nichts. Das Monster fällt um und entleert dabei seinen Darm in den Fluss. Gerade als der junge Wissenschaftler ihm mit einer weiteren Ammoniakladung den Rest geben will fällt ihm der kleine Junge, der mit im Hubschrauber sitzt (ja, richtig gelesen), in den Arm, weil ihm das arme Tier leid tut (wen kümmert es schon, dass es gerade zig Menschen getötet hat und im Begriff war weiterzumachen). Kaum kann er was dagegen sagen, kriegt der kleine Junge auch noch Unterstützung von der Freundin des Wissenschaftlers (ja, auch die sitzt mit im Hubschrauber). Wie es ausgeht erfährt man nicht, denn dann kommt nur noch ein kurzes Bild von einer Raumkapsel, die früher im Film schon mal vorkam aber eigentliche keine Rolle spielte, und der Film ist zu Ende.

Ein Glück, dass der Film nur 67 Minuten dauert. Länger wäre wirklich schwer zu ertragen, aber ein richtiges Ende wäre trotzdem ganz nett gewesen. Der einzige Grund, warum ich diesen Film nicht der obersten Kategorie von Trash zuordnen würde ist, dass er aus den 1960ern stammt. Da mögen Modellstädte und Plastikpanzer, die von Suitmation Monstern zerstört werden, technisch noch irgendwie angemessen gewesen sein. Ansonsten spielt Godzillas Todespranke mit einer völlig undurchdachten Handlung und bestenfalls mäßigen Schauspielern definitiv in der Oberliga des Trashs mit. Ach ja, falls sich jetzt noch jemand fragt, warum der Film im deutschen so heißt: Godzilla war einfach bekannt und da hat man dem Film halt den Namen des bekannten Monsters gegeben. Ich denke so etwas sagt auch einiges über einen Film aus.

 

Links zum Thema

 

Allein der deutsche Trailer ist in seiner Lächerlichkeit schon sehenswert. Möglicherweise reicht es aber auch schon den gesehen zu haben:

 

* Der Film erschien noch unter einer Reihe weiterer Titel, z.B.: Godzilla - Monster des Schrecken oder auf englisch:  Yongary - Monster of the Deep

 

Quelle für die oben genannten Basisinformationen: wikipedia/de (Stand: 2.3.2014)

 

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